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Kemmeriboden Bad Nord

Wir dürfen uns im aufstrebenden Säliquartier einmal mehr glücklich schätzen: Seit heute glänzen in goldenen Lettern über dem Eingang der Liegenschaft an der Sälistrasse die Buchstaben «Barber Leo». – Oje, denke ich zuerst, als ich reflexartig an die Barbershop-Population in der Oltner Innenstadt denke. Jetzt auch noch ein Barbier im Quartier!

Aber bei unserem neuen Nachbarn an der Sälistrasse, Ecke Pestalozzistrasse, ist eben alles ein bisschen anders. Keine Plastikdeko, sondern goldene Buchstaben über dem Eingang, nicht anonym in der Innenstadt, sondern im sonnenverwöhntesten Wohnquartier Olten rechts. Der neue Quartier-Coiffeur trägt den Namen seines Nöwös Leo, erklärt mir der neue Ladeninhaber mit Berner Autoschildern am Lieferwagen. Es werden gerade Haarpflegeprodukte ins Lokal getragen, zwei bequeme Coiffeurstühle haben ebenfalls schon ihren Platz im grossen Ladenlokal gefunden.

Aus dem Emmental nach Olten

Und wir haben im Säliquartier eben Glück. Während die Barber in der Innenstadt von irgendwoher kommen, kommt unser Barbier von Schagnau im Emmental. Besser gesagt: aus dem Restaurant Kemmeriboden Bad.

Ob ich denn Schangnau und das Hotel-Restaurant Kemmeriboden Bad kenne, will unser neuer Quartier-Barbier wissen? Aber selbstverständlich, sage ich ihm. Das sei doch dieses Lokal, welches erst neulich von einer Schlammlawine begraben und später wieder aufgebaut worden sei.

Barber Leo an der Ecke Sälistrasse / Pestalozzistrasse

Und so unterhalten wir uns in der Oltner Abendsonne über die legendäre Kemmeriboden Merängge, einem luftig geschlagenen Dessert aus Eiweissschaum, welches mit haufenweise Schlagrahm im Emmentaler Traditionsrestaurant serviert wird.

Wobei ich meinerseits festhalte, dass der Ursprung der richtigen Merängge selbstverständlich aus dem namensgebenden Meiringen stamme, wo ich einen Teil meiner Lehre verbracht habe.

Was ihn denn aus dem schönen Emmental ins Säliquartier nach Olten verschlagen habe, will ich wissen, und er lächelt etwas verlegen und gibt mir durch die Blume zu verstehen, dass der Reiz an Olten doch die etwas urbanere Siedlungsstruktur ausmache.

Urbanes Stadtquartier statt Landleben

Ob er denn wisse, frage ich weiter, ob er nicht von der «Barberschwemme» in Olten gehört habe. Da winkt er bloss ab und meint: Ach ja, in der Innenstadt vielleicht, aber wir öffnen ja hier mitten im Wohnquartier.

Am Freitag wollen Nöwö Leo, wie man den Neffen im Emmental eben nennt, gemeinsam mit seinem Onkel den «Barber Leo» eröffnen. Noch gebe es bis zur Eröffnung viel zu tun. Leos Onkel will in Kürze auch nach Olten ziehen.

Und so bleibt nur, Barber Leo und seinem Onkel viel Glück zur Eröffnung zu wünschen. Ich gebe ihm gleich mit auf den Weg, ob er auf dem üppig grossen Vorplatz der Liegenschaft Ecke Sälistrasse, Pestalozzistrasse und Dreitannenstrasse nicht gleich auch noch ein paar Tische hinstellen will, damit wir im Säliquartier auch einen Kaffee trinken könnten.

Es wird Frühling im Quartier und wir dürfen gespannt sein, ob sich Barber Leo auch ohne Merängge und Emmentaler Schönschweiz bei uns in Olten zu Hause fühlen wird. Ab Freitag will er eine Türen öffnen. Herzlich willkommen im Säliquartier.

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