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Erste Solothurner Kantonsstrasse erhält Fahrbahnmarkierungen für Tempo 30

Tempo 30 am Wilerweg: In Olten wird ab dem 7. April 2025 zwischen Aarauerstrasse und Langhagstrasse eine neue Tempo-30-Zone umgesetzt. Der Kanton Solothurn und die Stadt Olten setzen dabei ausschliesslich auf Signalisation und Markierung – ohne bauliche Eingriffe. Die Arbeiten dauern rund eine Woche. Die Stadt Olten unterstützt das Pilotprojekt politisch und finanziell mit einem Nachtragskredit von 45’000 Franken.

Tempo 30 für mehr Lebensqualität im Wohnquartier

Die Stadt Olten und der Kanton Solothurn wollen mit der Einführung von Tempo 30 auf dem Wilerweg die Lebensqualität im Quartier verbessern. Weniger Lärm, geringere Schadstoffemissionen und eine erhöhte Verkehrssicherheit sind die erklärten Ziele des Projekts. Gleichzeitig soll das Wohnumfeld attraktiver und menschenfreundlicher gestaltet werden. Die Massnahme ist Teil eines umfassenderen Engagements für sichere und nachhaltige Mobilität im städtischen Raum.

Erste Solothurner Kantonsstrasse mit Tempo-30-Zone

Der Kanton Solothurn führt auf dem Wilerweg in Olten eine neue Tempo-30-Zone ein. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Aarauerstrasse und der Langhagstrasse. Die Massnahme erfolgt gemäss offizieller Anwohnerinformation vom 31. März 2025 im Einvernehmen mit der Stadt Olten.

Die Umsetzung erfolgt ohne bauliche Veränderungen. Es werden jedoch Markierungen aufgebracht und Signalisationen angepasst, was punktuell zu Verkehrsbehinderungen und Emissionen führen kann. Laut Kanton und Stadt werden diese so gering wie möglich gehalten.

Der Oltner Stadtrat bewilligte für die Realisierung am 3. Februar 2025 einen Nachtragskredit von 45’000 Franken, wie aus dem offiziellen Protokoll des Stadtrats hervorgeht.

Bauzeit und Verkehrsbehinderungen

Die Arbeiten beginnen am Montag, 7. April 2025, und dauern rund eine Woche. Bei schlechter Witterung kann es zu Verzögerungen kommen. Während der Ausführung ist mit temporären Einschränkungen im Verkehrsfluss sowie kurzfristigen Belastungen durch Emissionen zu rechnen. Die Behörden danken der Bevölkerung ausdrücklich für ihr Verständnis.

Mediale Aufmerksamkeit da Pilotfall

Bereits im August 2023 hatte das Oltner Tagblatt über das Projekt berichtet. Damals wurde die Einführung der Tempo-30-Zone als Pilotprojekt angekündigt. Das erste seiner Art auf einer Oltner Kantonsstrasse. In einer Medienmitteilung vom 10. Juni 2024 betonte die Stadt, dass man mit dem Projekt einen Schritt in Richtung menschenfreundlichere Verkehrsräume gehe.


Kontaktstellen für Anwohnerinnen und Anwohner bei Fragen für die Markierungsarbeiten:

  • Die Infragon Ingenieure AG mit Sitz in Olten ist für die Projekt- und Bauleitung verantwortlich. Ansprechpartner ist Oliver Haus, Tel. 062 531 67 03.
  • Die Bauherrschaft liegt beim Amt für Verkehr und Tiefbau des Kantons Solothurn, Projektleiter ist Andrew Walker, Tel. 032 627 27 58.

3 Kommentare

  • Als Anwohner freue ich mich auf diesen Pilot. Gerne soll man es einmal Testen und danach feststellen, was es gebracht hat und ob die Massnahmen sinnvoll sind. Eine Verkehrsberuhigung ist immer mit viel Pro und Contra gespickt. Ich bin auf der «Pro-Seite», möchte aber die Wirkung schon noch belegt haben. Genau dort sehe ich schon die nächsten Probleme. Wer kontrolliert diese neue Zone? Die Polizei macht sich in den Quartieren leider sehr rar. Kontrollen von ruhendem Verkehr oder Durchfahrtskontrollen sind Mangelware. Samstag und Sonntag habe wir sogar gar nichts zu befürchten. Das ist Schade und somit sind solche Massnahmen nicht im Einklang mit den Möglichkeiten, diese auch durchzusetzen. Darum bin ich leider etwas pessimistisch. vermutlich wird es eine gute Idee bleiben und Verändern wird sich infolge fehlender Massnahmen durch die Polizei nichts.

    • Ich bin mir nicht ganz sicher, was hier noch getestet werden soll. Die Vorteile von Tempo 30 bezüglich Lärm, Sicherheit und Umwelt sind mittlerweile gut belegt, die werden in Olten nicht anders sein als in Bern oder Amsterdam oder Paris.
      Der Nachteil, dass man 25 Sekunden später am Ziel ist, ist vernachlässigbar.

      Was ich hingegen teile, sind deine Bedenken bezüglich Einhaltung der neuen Geschwindigkeit. Ohne bauliche Massnahmen und/oder Kontrollen, ist die Gefahr der Missachtung, ob bewusst oder aus Gewohnheit, gross.

  • Das ist eine erfreuliche Nachricht, für alle, die die vielbefahrene Strasse anders als mit dem Auto nutzen wollen, Fussgänger, Velofahrer, Jogger, Spaziergänger, Anwohner. Ich hoffe, dass dies nicht die einzige Strasse bleibt, die beruhigt wird.
    Mich wundert aber, wieso Tempo 30 nur bis Langhagstrasse gilt und nicht für den ganzen Wilerweg, bis zum Wilerhof. Oder gar noch die Dullikerstrasse bis zum Waldrand dazunimmt

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