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Onlineumfrage zeigt klare Präferenz für Erhalt der Vogelvolière im Vögeligarten

Eine im April und Mai 2025 durchgeführte Onlineumfrage unter der Bevölkerung von Olten zeigt ein deutliches Meinungsbild zur künftigen Nutzung des Vögeligartens. 366 Personen haben an der Befragung teilgenommen. Der Erhalt der bestehenden Vogelvolière wird dabei klar favorisiert.

Abgesehen von der Frage, ob zoologische Anlagen wie der Zolli in Basel oder der Zoo Zürich noch zeitgemäss sind, was sich auch auf die Vogelvolière in Olten übertragen lässt, zeigt die einen Monat lang durchgeführte Umfrage ein klares Bild in Bezug auf Investitionen in die Strukturen des Vögeligartens in Olten. Die Umfrage wurde bewusst so formuliert, dass kein einfaches Ja oder Nein im Vordergrund stand, sondern ersichtlich wird, welche Gestaltungsvarianten sich die Teilnehmenden am meisten wünschen.

Klare Mehrheit für die Volière

47 Prozent der Teilnehmenden sprachen sich für den Erhalt der Vogelvolière aus. Dabei wurde betont, dass die Volière ein identitätsstiftendes Element des Parks sei und weiterhin eine zoologische Nutzung gewünscht werde. Einzelne kritische Rückmeldungen betrafen die Frage, ob Tierhaltung in städtischen Parks im Jahr 2025 noch zeitgemäss sei. Die Mehrheit der Rückmeldungen befürwortet jedoch ausdrücklich die Fortführung der heutigen Nutzung. Wäre die Umfrage als reine Ja-Nein-Umfrage zur Vogelvolière gestellt worden, wäre das Resultat noch deutlicher zum Erhalt der Volière ausgefallen, bei der Dreierauswahl entschied sich jedoch immer noch knapp die Hälfte aller Befragten für den Weiterbetrieb.

Grafik einer Umfrage über die zukünftige Nutzung des Gebäudes im Vögeligarten, mit einem Tortendiagramm, das die Stimmenverteilung für die Optionen Volière, Buvette und Robi-Spielplatz zeigt.
Online-Umfrage zur weiteren Entwicklung des Vögeligarten Park in Olten

Buvette als zweitwichtigste Option

Mit gut einem Drittel der Stimmen (knapp 35 Prozent) wurde die Einführung einer Buvette als zweitwichtigste Option bewertet. Der Vorschlag einer Buvette wurde vor allem mit dem Wunsch nach Aufenthaltsqualität und sozialer Nutzung des Parks begründet. Kritisch äusserten sich einzelne Stimmen zum möglichen kommerziellen Charakter sowie zu einem möglichen Alkoholverkauf.

Buvette im Vögeligarten mit Gästen, umgeben von Bäumen und Sitzgelegenheiten im Freien.
Visualisierung einer möglichen Buvette mit Sitzgelegenheiten

Geringe Unterstützung für Ausbau des Robi-Spielplatzes

Nur 18 Prozent der Teilnehmenden stimmten für einen Ausbau des Robi-Spielangebots. Als Gründe wurden vereinzelt das bereits bestehende Provisorium und die bereits erfolgte Aufwertung der Spielfläche beim Sälischulhaus genannt. Vier von fünf Befragten votierten für die alternativen Lösungen.

Kombination von Volière und Buvette mit höchstem Rückhalt

Mehrere Rückmeldungen bedauerten, dass die Umfrage keine Kombinationsmöglichkeit vorsah. Eine Variante mit sowohl Volière als auch Buvette hätte – statistisch betrachtet – eine Zustimmung von über 80 Prozent erhalten. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass sich einzelne Stimmen klar für eine Buvette aber gegen eine nicht mehr zeitgemässe Volière ausgesprochen hatten.

Vogelvolière Olten
Vogelvolière Olten

Rückmeldungen zeigen Wunsch nach Invesitionen klar auf

Die Resultate der Umfrage zeigen ein deutliches Bedürfnis nach einer Aufwertung der bestehenden Parkanlage im Vögeligarten. Der Erhalt der Volière geniesst dabei am meisten Rückhalt bei den Befragten. Gleichzeitig besteht eine Offenheit gegenüber ergänzenden Angeboten wie einer Buvette, sofern diese mit der bestehenden Parknutzung vereinbar sind. Eine ablehnende Haltung gegenüber Investitionen in die Infrastruktur des Vögeligartens wird insbesondere von den Anwohnenden auf der rechten Stadtseite kritisch beurteilt, denn mehrere Stimmen betonten schriftlich, wie wichtig ihnen der Vögeligarten als Quartiertreffpunkt sei.

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13 Kommentare

  • Leider ist absolut unklar, welche statistische Relevanz eine solche Umfrage hat. Daher ist die einzige valable Schlussfolgerung, dass 173 Oltner:innen für einen Erhalt der Voliere sind. Unklar ist dabei, ob diese Personen auch eine Millioneninvestition und >= 100 kCHF pro Jahr an Betriebskosten gut heissen würden.

    • Diese Umfrage wurde vor der Unterschriftensammlung durchgeführt und ehrlicherweise wurde ich von einem Vorstandsmitglied dafür sogar massiv angegriffen. – Man kann es drehen und wenden wie man will, auch wenn es nicht ins Weltbild passt. Die Mehrheit an dieser Umfrage beteiligten Personen spricht sich klar für die Volière aus. Das politisch runterzuspielen, weil die Meinung nicht genehm ist, wäre ganz schlechter Stil.

      • Eine solche Umfrage ist statistisch bedeutungslos. Es mag zwar in der Politik üblich sein, trotzdem damit zu argumentieren und insofern stimme ich gerne zu, dass mein Post politisch stillos sein mag.
        Umgekehrt behaupte ich auch nicht, dass man aus dieser Umfrage ableiten kann, dass >19600 Oltner:innen die Voliere egal wäre.

    • Wie immer, sie haben keine Ahnung. Ihre germanistische Überheblichkeit, auch wenn sie unterdessen scheinbar einen Schweizerpass haben sollten, fehlt ihnen einfach das schweizerische Gespür. Das ist einfach anders. Meine unzähligen Kontakte mit der Sammlung der Initiativunterschriften unterstützen das Begehren, Erhalt der Volière und auch den Beitrag von CHF 100’000.
      Herr Zaucker, versalzen sie nicht alles oder haben sie schon einmal über 500 Unterschriften innerhalb von 3 Wochen gesammelt? Das kann keiner, ausser ich und die Mehrheit der Einheimischen wird die Initiative unterstützen.

      • Sie disqualifizieren sich freundlicherweise selber. Nicht zuletzt mit Ihrem Verhalten gegenüber Personen, die aus „ihrem“ Verein austreten.

  • 366 Rückmeldungen bei fast 20000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist für mich keine repräsentative Umfrage. Damit will ich nichts gegen das Ergebnis sagen, sondern die Umfrage an sich anzweifeln. Zudem gehe ich davon aus, dass vor allem Direkt-Interessierte sich beteiligt haben. Das macht eine breite Umfragebeteiligung noch wichtiger.

    • Ach Claude, du lebst schon sehr lange in deinen K+K-Kreisen und hast die Kontakte zur einfachen Bevölkerung verloren. Wie ich dich schon beobachtet habe, du läufst bei diesen vorbei, ohne sie zu grüssen. Sie sind dir gleich!

    • Unbedingt. Dieses Thema ist natürlich für die Bewohnerinnen und Bewohner der rechten Stadtseite ungleich wichtiger, als für Oltnerinnen und Oltner der linken Stadtseite. Auf der rechten Stadtseite befinden sich wesentlich mehr Blockwohnungen, entsprechend geniesst der Vögeligarten einen viel höhren Stellenwert als in Siedlungsgebieten mit alten Gartenstrukturen.

  • Ich finde die Kosten stark überhöht und gebe dem ganzen darum nicht grosse Chancen. Immer wenn die Gemeinde etwas baut braucht es viel Schreibkram der schon die Hälfte des Betrages ausmacht und dan wird oft sehr teuer gebaut. Das müsste ja bei dem Park nicht sein. Mit der Buvette könnte vieleicht etwas an die Unterhaltskosten verdient werden.

    • 100000 CHF Betriebs- und Personalkosten für einen 365 Tage/Jahr Betrieb der Voliere, wie vom Präsidenten des Volierevereins und dwn Iniitianten der Volksinitiative gefordert, scheinen mir nicht allzu übertrieben.
      Das bestehende Gebäude energetisch und tiergerecht (was vermutlich eh nicht geht) zu renovieren, scheint mir unrealistisch. Ein Neubau müsste wohl ein Mehrfaches der bestehenden Fläche haben, was entsprechende Kosten verursachen würde.
      Eine Buvette wäre wohl einigermassen kostengünstig zu haben, dazu gibt es mit dem Ländiweg auch Erfahrungen.
      Ob ein Buvettenbetrieb an diesem Standort allerdings kostendeckend möglich ist, kann ich nicht beurteilen, ich stelle es mir schwierig vor (selbst wenn die Buvette mietfrei zur Verfügung gestellt würde). Und es müsste ein Betreiber gefunden werden, der mit einer sehr variablen Kundenzahl (wetterbedingt und saisonal) zurecht kommt.
      Allenfalls vorstellbar wäre ein Robi-Gebäude, das ganzjährig genutzt werden kann und ein integrierter und weitgehend durch Freiwillige betriebener Ausschank.
      Wobei es heute schon nicht einfach ist, bestehende Freiwilligenprojekte mittel- oder langfristig sicherzustellen.

      • Es muss definitiv nicht immer alles staatlich organisiert sein. Das zeigt zum Beispiel Solothurn auch gut auf. Zwar wurde die Ausschreibung durch die Stadt vorgenommen, das Konzept kommt aber von privaten Betreibern. Ähnlich wie am Lädiweg. https://www.algrappolo.ch/hafebar/ Und vielleicht passt eine Buvette auch nicht dort hin, auch das ist möglich. Es war ja bloss eine Umfrage um zu schauen, wie die Oltner Abstimmenden auf Tiere / Gastronomie / Kinderspielplatz reagieren. Die Mehrheit spricht sich ja weiterhin für Tiere aus, nur gab es eben mehrere persönliche Rückmeldungen, die sich auch eine Kombination vorstellen können. Das für mich wichtigste Fazit: Die Bewohnerinnen und Bewohner der rechten Stadtseite schätzen ihren Vögeligarten sehr und wünschen sich Investitionen in die Anlage.

  • Nein, weniger als die Hälfte der Antwortenden sprachen sich für die Voliere aus.
    Und woher die Millioneninvestition für einen tiergerechten Neubau kommen soll, wenn nicht von „der Stadt“, erschliesst sich mir nicht.

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