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Ein fatales Signal für den Bahnausbau in Olten

Im Juni 2026 entscheidet das Stimmvolk über den Ausbau des Bahnhofs Olten. Die heutige Abstimmung in Solothurn wirft jedoch einen langen Schatten: Mit dem Nein zum Ausbau des dortigen Bahnhofs ist ein Nein in Olten plötzlich ein realistisches Szenario geworden. Die Folgen wären gravierend.

Verkehrsknoten von nationaler Bedeutung

Der Bahnhof Olten ist das Herzstück des Schienenverkehrs in der Schweiz. Er verbindet nicht nur die grossen Zentren, sondern gibt auch den Takt für Regionalzüge und Busse im ganzen Kanton Solothurn vor. In den nächsten zwanzig Jahren wird das Verkehrsaufkommen in Olten um rund 40 Prozent steigen. Ohne bauliche Massnahmen drohen Engpässe, überfüllte Perrons und im schlimmsten Fall ein Kollaps des Betriebs.

Ausbau als Voraussetzung für die Zukunft

Geplant ist die Verlängerung der Gleise auf der Aare-Seite sowie die Verbreiterung der Perrons. Diese Massnahmen sind nötig, damit der Bahnhof den wachsenden Anforderungen gerecht wird. Ein Nein hätte fatale Folgen für das nationale Verkehrssystem. Der öffentliche Verkehr im Kanton Solothurn würde geschwächt, während andere Regionen ihre Infrastruktur weiter ausbauen.

Warnsignal aus Solothurn

Das heutige Nein in Solothurn zeigt, dass die Solidarität bei grossen Verkehrsprojekten schwindet. Es ist ein Warnsignal für alle Beteiligten. Politische Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger, Gemeinden und Verbände müssen jetzt den Dialog suchen und die Solothurner Bevölkerung von der Notwendigkeit des Ausbaus in Olten überzeugen.

Jetzt beginnt die Überzeugungsarbeit

Die Gegnerinnen und Gegner haben in Solothurn einen Etappensieg errungen. Doch für Olten ist der Zug noch nicht abgefahren. Wenn die Bevölkerung im Juni 2026 Nein sagt, würde der Kanton Solothurn im Herzen seines öffentlichen Verkehrs einen Herzstillstand erleiden. Noch bleibt Zeit, um mit vereinten Kräften für ein Ja zum Ausbau zu werben.

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4 Kommentare

  • Eine Erklärung für das kantonale Nein zum 22 Millionen-Kredit «Bahnhof Solothurn Süd»: Die Region Olten Gösgen sagt deutlich Nein.
    Ich befürchte eine Retourkutsche, wenn es zur Abstimmung kommt über den kantonalen Kredit in Höhe von rund 45 Millionen für den Ausbau des Bahnhofplatzes Olten.
    Eine Schlussfolgerung aus dem heutigen Abstimmungstag: Die Behörden der Stadt Olten müssen sich jetzt nachdrücklich für eine mehrheitsfähige Vorlage einsetzen, damit diese dann im unteren Kantonsteil eine sehr grosse Zustimmung erhalten wird.
    Dieses Ziel ist nur erreichbar, wenn das aktuelle Projekt nochmals überarbeitet wird. Insbesondere muss das Zentrum von Olten offen bleiben für alle Formen der Mobilität.
    Falls, wie aktuell angedacht, in der künftigen Abstimmungsvorlage «Bahnhofplatz Olten» die individuelle Mobilität massiv bestraft würde, ist das negative Ergebnis vorprogrammiert.

  • Eine Erklärung für das kantonale Nein zum 22 Millionen-Kredit «Bahnhof Solothurn Süd»: Die Region Olten Gösgen sagt deutlich Nein.
    Ich befürchte eine Retourkutsche, wenn es zur Abstimmung kommt über den kantonalen Kredit in Höhe von rund 45 Millionen für den Ausbau des Bahnhofplatzes Olten.
    Eine Schlussfolgerung aus dem heutigen Abstimmungstag: Die Behörden der Stadt Olten müssen sich jetzt nachdrücklich für eine mehrheitsfähige Vorlage einsetzen, damit diese dann im unteren Kantonsteil eine sehr grosse Zustimmung erhalten wird.
    Dieses Ziel ist nur erreichbar, wenn das aktuelle Projekt nochmals überarbeitet wird. Insbesondere muss das Zentrum von Olten offen bleiben für alle Formen der Mobilität.
    Falls, wie aktuell angedacht, in der künftigen Abstimmungsvorlage «Bahnhofplatz Olten» die individuelle Mobilität massiv bestraft würde, ist das negative Ergebnis vorprogrammiert.

  • Was mir sauer aufstösst, ist die Tatsache, dass mit Kosten von 290 Mio CHF zu rechnen ist. Das ist in meinen Augen eine menge Holz führ einen UMBAU.

    • Diese Aussage ist nicht korrekt: Bei einer Toleranz von 20% Plus oder Minus wird sich der Betrag des Projekts «Neuer Bahnhofplatz Olten» auf 157 Mio CHF belaufen. Der Kostenteiler wie folgt: Stadt Olten: 32 Mio CHF. Kanton 32 Mio CHF. SBB 67 Mio CHF. Die Zusatzfinanzierung von 13 Mio CHF erfolgt über das Agglomerationsprogramm.

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