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Adieu Vogelvolière im Vögeligarten

Vogelvolère Olten

Die Würfel sind gefallen. Die Oltner Stimmbevölkerung sagt Nein zum Erhalt der Vogelvolière auf der rechten Stadtseite. Damit ist das Schicksal der siebenundsechzig Jahre alten zoologischen Volière und namensgebenden Institution des Vögeligartens besiegelt.

Dieser Entscheid trifft erneut die Bevölkerung der rechten Stadtseite. Während gewisse sportliche Institutionen oder auch kulturelle Organisationen in der Stadt Olten Jahr für Jahr mit namhaften Beiträgen unterstützt werden, wird mit dem heutigen Entscheid nun indirekt der Geldhahn für eine Parkanlage zugedreht, welche für viele Menschen ein sozialer Treffpunkt darstellt.

Acht Millionen Franken Defizit werden zu Planungstopp führen

Das aktuelle Budgetdefizit, das in der Novembersitzung von grossen Teilen des Parlaments durchgewunken wurde, beläuft sich auf über acht Millionen Franken.

Klar ist deshalb, dass die Stadtverwaltung planerisch und mit dem Segen der Stimmbevölkerung die Sparschraube anziehen muss. Vielleicht werden deshalb noch einige Mittel für die Konzeption der Weiterentwicklung des Vögeligartens als Parkanlage gesprochen.

Eventuelll wird auch noch eine vertiefte Planungsstudie lanciert, wie dies von mehreren Parlamentariern im Vorfeld der Abstimmung ins Feld geführt wurde.

Alternative Planung an Stelle der Vogelvolière wird nicht billiger, sondern kostet mindestens genau so viel Geld

Spätestens nach der Planungsphase für ein Nachfolgeprojekt dürfte jedoch das zu erarbeitende Konzept für die Weiterentwicklung des Vögeligartens in einer Schublade im Stadthaus verschwinden.

Dies weil mit dem vom Parlament durchgewunkenen Millionendefizit in der Stadtkasse das Geld für die Umsetzung eines grosszügigen Weiterentwicklungsprojekts für die kommenden Jahre fehlt. Zurück bleiben leere Vogelkäfige und eine heruntergekommende Toilettenanlage für die Besucher des Parks.

Vögeligarten als Quartiertreffpunkt wird Budgetdefizit zu spüren bekommen

Den heutigen Entscheid gilt es zu akzeptieren. Das wird vor allem die Bevölkerung auf der rechten Stadtseite spüren, denn die Vögel werden verstummen.

Letztes Vogelgezwitscher am Amstimmungssonntag vom 30. November 2025

Für viele Menschen ist der Vögeligarten weit mehr als ein paar Bäume und eine Wiese. In den Sommermonaten dient er als wichtiger Treffpunkt und als Ort der Begegnung für Familien und Quartierbewohner.

Solide alternative Projekte nicht billiger zu haben

Die Oltner Parteien mögen sich für den heutigen Abstimmungsentscheid feiern, für die Bevölkerung auf der rechten Stadtseite bedeutet der Entscheid jedoch einen Knieschuss.

Bei einem Defizit von acht Millionen Steuerfranken wird spätestens im kommenden Herbst, bei der nächsten Budgetdebatte, der ganz dicke Rotstift jedes nicht zwingend notwendige Entwicklungsprojekt zum Erliegen bringen.

Wir hätten den Spatz in der Hand haben können. Die Oltner Stimmbevölkerung hat diesem Ansinnen eine Abfuhr erteilt. Das gilt es zu respektieren.

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Ein Kommentar

  • Rodolfo Paolo Zorzin
    Antworten

    Wenn der Vögeligarten zum Treffpunkt der Oltner-Quartierbewohner gemacht werden sollte müsste mindestens eine Neuüberarbeitung der WC-Anlagen ins Auge gefasst werden damit die Parkbesucher nicht ihre Notdurft in den Büschen verrichten müssen (schon mehrmals gesehen).

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