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Wohnort Olten bietet beste Chancen für Lernende

Lernende Wohnort Olten

Der Zugang zu dualen Lehrstellen ist in der Schweiz stark vom Wohnort abhängig. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Eidgenössische Hochschule für Berufsbildung EHB. Die Untersuchung zeigt erstmals detailliert, wie unterschiedlich die regionalen Lehrstellenmärkte strukturiert sind und welche Folgen dies für Jugendliche bei der Berufsentscheidung hat.

Olten mit besonders grossem Suchraum

Besonders gross ist der Suchraum für Jugendliche in Olten. Wer hier eine Lehrstelle sucht, kann auf 242 Gemeinden zugreifen, die mit dem öffentlichen Verkehr in maximal einer Stunde erreichbar sind. In diesem Gebiet befinden sich 12’704 Ausbildungsbetriebe mit insgesamt 49’484 Lehrstellen in 227 verschiedenen Berufen. Damit verfügt Olten über eine der breitesten Auswahlmöglichkeiten in der Schweiz.

Am anderen Ende der Skala steht die Gemeinde Brusio im Kanton Graubünden. Dort umfasst der Suchraum lediglich zwei Gemeinden mit 24 Ausbildungsbetrieben. Insgesamt stehen 38 Lehrstellen in 18 Berufen zur Verfügung. Die Unterschiede zwischen urbanen Zentren und peripheren Regionen sind damit erheblich.

Als Suchraum gelten in der Studie alle Gemeinden, die von einem Wohnort aus mit dem öffentlichen Verkehr in höchstens 60 Minuten erreichbar sind. Diese Abgrenzung basiert auf früheren Forschungsergebnissen der Studienautoren. Demnach pendeln rund 85 Prozent der Lernenden maximal eine Stunde zwischen Wohn und Ausbildungsort. Längere Wege sind für Jugendliche die Ausnahme.

35 Gemeinden – Olten schneidet am besten ab

Trotz der regionalen Unterschiede zeigt die Studie auch ein insgesamt positives Bild. Ein durchschnittlicher Suchraum umfasst rund 35 Gemeinden. Darin befinden sich etwa 1900 Ausbildungsbetriebe mit rund 6600 Lehrverhältnissen. Im Schnitt werden 146 Lehrberufe angeboten, wobei die Spannweite von sehr kleinen Angeboten bis hin zu über 200 Berufen reicht.

Rund 95 Prozent der Jugendlichen haben in ihrem Suchraum Zugang zu mehr als 100 Berufen. Nur knapp ein Prozent verfügt über weniger als 50 mögliche Ausbildungsberufe. Die grosse Mehrheit kann somit aus einem breiten Angebot wählen.

Wohnort beeinflusst Startchancen ins Berufsleben

Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass der Wohnort die Startchancen beeinflusst. Die regionale Verfügbarkeit von Lehrstellen wirkt sich auf die Berufswahl aus und prägt die Präferenzen der Jugendlichen. Während kaufmännische Lehrberufe nahezu überall zugänglich sind, gilt dies für spezialisierte Ausbildungen wie Seilbahnmechatroniker oder Winzer nicht. Solche Berufe sind stark regional konzentriert und für viele Jugendliche nur schwer erreichbar.

Die Studie stützt sich auf Daten zur beruflichen Grundbildung des Bundesamt für Statistik. Berücksichtigt wurden sämtliche laufenden dualen Lehrverträge im Lehrjahr 2021 22. Der vollständige Bericht trägt den Titel Regionale Unterschiede im Zugang zu dualen Lehrstellen und ist auf der Website der EHB veröffentlicht.

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