Neues Wohnquartier beim Sälipark: Siegerprojekt steht fest
Auf dem Areal zwischen Sälistrasse, Theodor-Schweizer-Weg und Sälipark soll ein neues Wohnquartier mit rund 175 Wohnungen entstehen. Das Projekt trägt den Namen OLORA Living und wurde von Tobler Gmür Architekten zusammen mit Studio Vulkan Landschaftsarchitektur entworfen. Die Bevölkerung kann die Entwürfe aller fünf Wettbewerbsteams ab dem 23. April im Stadthaus Olten besichtigen und sich schriftlich äussern.
Das Gebiet beim Sälipark gehört zu den zentralen Entwicklungsflächen im Süden von Olten. Ein Teil davon liegt heute noch brach, ein anderer wird teilweise industriell genutzt, unter anderem durch Fertigungs- und Montageflächen der Firma Acutronic. Gemeinsam wollen die Grundeigentümerin Giroud Olma AG und die Stadt Olten dieses Potenzial nutzen: Mit der Überarbeitung des Gestaltungsplans «Sälistrasse – Theodor Schweizer Weg» soll eine zeitgemässe Wohnüberbauung in massvoll dichter Bauweise entstehen. Die Projektierung und Realisierung hat die Halter AG übernommen, bekannt unter anderem durch die laufende Transformation des Attisholz-Areals in Riedholz.

Für die Qualitätssicherung wurde ein Studienauftrag nach der Norm SIA 143 durchgeführt, an dem fünf Architekturbüros teilnahmen. Das Beurteilungsgremium setzte sich aus Fachpersonen der Bauherrschaft, Vertretern der Stadt Olten sowie Experten aus Architektur und Landschaftsarchitektur zusammen.
Grosser Innenhof als Herzstück
Den Zuschlag erhielt das Team Tobler Gmür Architekten mit Studio Vulkan Landschaftsarchitektur. Ihr Entwurf gliedert die rund 175 Wohnungen in mehrere Baukörper, die sich um einen grossen gemeinschaftlichen Innenhof gruppieren. Dieser Hof ist als begrünter Aufenthaltsraum konzipiert und soll alltägliche Begegnung im Quartier ermöglichen.
Ergänzt wird das Konzept durch eine zentrale Halle mit öffentlicher Nutzung, die an die industrielle Vergangenheit des Areals anknüpft. Zusammen mit einer neuen Plaza entsteht damit ein Treffpunkt, der auch Bewohnerinnen und Bewohner aus der Umgebung ansprechen soll. Loggien, Terrassen und flexible Grundrisse ermöglichen verschiedene Wohnformen. Begrünte Dachflächen, Regenwassermanagement und Photovoltaik sind Teil des Konzepts.

Gut eingebunden ins bestehende Quartier
Die neue Überbauung knüpft an die bestehenden Wege und Strukturen an. Eine Sälipromenade verbindet das Quartier mit dem umliegenden Fusswegnetz. Im Westen entsteht eine direkte Verbindung zum Theodor-Schweizer-Weg und weiter Richtung Aare. Neue Fusswege durch das Areal sollen die Durchlässigkeit erhöhen und das Quartier besser mit dem Stadtraum vernetzen.

Ausstellung und Mitwirkung im Stadthaus
Alle fünf Wettbewerbsbeiträge sowie der Jurybericht sind vom 23. April bis 6. Mai 2026 im Foyer des Stadthauses Olten öffentlich ausgestellt. Schriftliche Stellungnahmen können während dieser Zeit direkt an die Baudirektion Olten gerichtet werden. Eine öffentliche Vernissage findet am 22. April um 17 Uhr statt.

Gemäss der offiziellen Projektwebsite ist die Baueingabe für 2027 vorgesehen, der Baustart für 2028 und der Bezug der Wohnungen für 2029. Bis dahin sind noch mehrere Planungsschritte nötig. Fest steht: Das Areal an der Sälistrasse wird in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Oltner Südens spielen.